Ikonische Ideen: Danese Milano

Wie eine der innovativsten italienischen Designmarken Teil von Artemide wurde.
Klassiker von Danese Milano ergänzen die bekannten Artemide-Leuchten perfekt. Wie aber begann das alles vor über einem halben Jahrhundert? Mailand, 1957: Die Hauptstadt der Lombardei erlebt einen sagenhaften Aufschwung. Künstler und Gestalter strömen in die Metropole, während italienisches Design zum Synonym geschmackvoller Gestaltung und gehobenen Ambientes avanciert. Junge Firmen, Start-Ups nach heutigen Maßstäben, stehen für Aufbruch und Experimente. In diesem vibrierenden Umfeld gründen Bruno Danese und seine Frau, die Künstlerin Jacqueline Vodoz, Danese Milano.
Kunst und Design
Von Anfang an steht die Firma für Design an der Grenze zur Kunst und lädt Funktion mit Poesie auf. Kein Wunder, dass Bruno Munari und Enzo Mari zu Eckpfeilern des Programms werden: Ihre Entwürfe verwandeln den Alltag, vereinen formale Klarheit und verspielte Raffinesse. Wie etwa Enzo Maris 16 Animali: Ein kleiner Zoo als verwobenes Puzzle aus Elefant, Nashorn, Giraffe und Flusspferd, wobei die Figuren aus Eiche auch als Spielfiguren dienen. Bruno Munaris in zwei Größen erhältlicher Aschenbecher Cubo aus Melamin und Aluminium wiederum besticht durch kubische Klarheit. In den siebziger Jahren erweitert Danese sein Spektrum um Büroaccessoires, Möbel, Leuchten und Grafik und initiiert einige maßstabgebende Design-Ausstellungen in aller Welt. Dazu passt Enzo Maris Kalender Formosa aus eloxiertem Aluminium und beweglichen PVC-Blättern mit klarer Typo in Schwarz oder Rot. 1971 entwarf der große Designer den vielleicht schönsten Papierkorb überhaupt: In Attesa ist leicht nach vorne gekippt und wirkt dadurch tatsächlich wie „in Erwartung“ von Papier, das er bereitwillig aufnimmt.
Zwei Marken finden sich
Keine Geringere als Carlotta de Bevilacqua, Präsidentin und CEO von Artemide, steht für die enge Verbindung beider Marken. 1999 wurde sie CEO bei Danese und führte die Firma näher an Artemide heran. Ihr Engagement entfachte einen Innovationsschub, der das gesamte Unternehmen durchdrang, wobei technologische Neuerungen, etwa im Bereich der Lichttechnik, in den Mittelpunkt rückten. Gleichzeitig etablierte sie ökologische Nachhaltigkeit als zentrales Leitprinzip der Produktentwicklung. Carlotta de Bevilacqua brachte zudem internationale Gestalter wie Matali Crasset, Herzog & de Meuron oder James Irvine.
Leuchten aus der Danese Light Kollektion wie Falkland und Itka finden sich schon lange sowohl im Sortiment von Danese als auch von Artemide. Falkland,1964 von Bruno Munari entworfen, besticht durch dynamisch gegürtete Textildiffusoren, die wie luftige Säulen von der Decke schweben. Der japanische Designer Naoto Fukasawa entwarf mit Itka hingegen eine ganze Kollektion von Decken-, Pendel-, Wand-, sowie Tischleuchten mit abgeflachten Diffusoren aus mundgeblasenem weißem Glas. In drei Größen erhältlich, kann Itka ganze Räume ausleuchten oder gezielte Lichtinseln bilden.
Kluge Kooperationen
2017 richtete Kreativdirektor Ron Gilad den Fokus wieder verstärkt auf den Wohn- und Arbeitsbereich, sodass mehr Kooperationen möglich wurden und auch die Zusammenarbeit mit Artemide vertieft wurde. Ein Highlight wird acht Jahre später die Sonderedition Color Matt, die Leuchten und Accessoires farblich optimal aufeinander abstimmt. Designstücke von Danese Milano und Leuchten von Artemide entfalten in Blau-, Grün-, Gelb- und Violetttönen ihre einmalige visuelle Wirkung. 2026 kommt Ruby Red hinzu. Im Zusammenspiel von Artemide und Danese Milano zeigen sich verwandte Designkulturen als inspirierendes, ganzheitliches Markenerlebnis.
Inzwischen hat Artemide Deutschland den Vertrieb von Danese Milano übernommen und verdeutlicht, was beide Marken seit langem verbindet: Menschen in den Mittelpunkt eines hochwertigen Designs zu stellen, das ihr Ambiente bereichert und ihren Alltag erleichtert.











