Brillanter Blickfang

Manchmal genügen einfache Formen, um ein ganzes Jahrzehnt zu verkörpern, manchmal waren es neue Materialien oder technische Innovationen. Aber immer schlugen die „Master´s Pieces“ frische Designkapitel auf, die wir heute staunend wiederentdecken.
Cetra
Vico Magistretti feierte 1969 mit seiner Pendelleuchte Cetra die Kraft des Einfachen: Zwei Halbkugeln aus lackiertem Metall bilden ihr Gehäuse, die obere streut Licht zur Decke, die untere umschließt eine Glaskugel, die es diffus im Raum verteilt. Beide Metallhalbkugeln sind entweder weiß lackiert oder vernickelt.
Magistrettis Entwürfe sind längst Teil der Sammlung des Museum of Modern Art. Der Architekt und Designer wollte Technik nicht kaschieren, sondern für alle lesbar machen, als sichtbare Verbindung von Material und Form. Der Klassiker Cetra macht klar: Großes Design kennt kein Verfallsdatum.
https://www.artemide.com/de/subfamily/4746475/cetra
Omega & Clitunno
Eine Zeichnung machte den Anfang, eine spontane Skizze, ein Geistesblitz. Ernesto Gismondi erzählte gerne, wie Stararchitekt Vico Magistretti einen Zettel nahm und mit wenigen Strichen die Essenz von Omega auf ein Papier bannte: eine aufgeschnittene Kugel, gehalten von zwei Metallklammern, im Zentrum ein leuchtender Globus.

Die Geburtsstunde der Pendelleuchte Omega und ihrer Schwester, der Stehleuchte Clitunno war wohl einer der vielen glücklichen Momente, bei dem die Essenz italienischen Designs aufscheint: Improvisationsgabe, die ein Leben hält. Und länger.
Mit ihren harmonischen Proportionen und gutem Licht – dank einem Diffusor aus mundgeblasenem Glas – gehören das Schwesternpaar Omega (1962) und Clitunno (1964) zu den populärsten Leuchten von Artemide.



